In den Häusern der Zukunft kommunizieren dazu völlig unterschiedliche Geräte untereinander. Verbunden sind sie dabei über eine Schaltzentrale, einer sogenannten "Bridge", die wiederum mit dem Internet verbunden ist. Diese stellt das Herzstück einer jeden Smart-Home-Anlage dar. Denn über sie lässt sich per Computer, Smartphone oder Tablet auf die Geräte zugreifen. Die Anwendungsbereiche sind dabei vielfältig: Von Lichtsystemen über Multimediaanwendungen und Sicherheitsnetze bis hin zur Heizungssteuerung lässt sich fast das ganze Haus vernetzen.

Best Practice: Das Haus der Zukunft

Vollständig mit solchen Anwendungen ausgestattet ist Familie Schmidt aus der bayerischen Kleinstadt Coburg. Egal ob automatisches Abdunkeln des Raumes beim Anschalten des Fernsehers oder der Briefkasten, der sich automatisch meldet, wenn die Post da war – das Ehepaar lebt in seinem Haus nahezu smart.

Neben diesen Annehmlichkeiten verbessert die Familie mit dem System aber auch die Energieeffizienz ihres Hauses. Das wird bei einem Blick in den Heizungskeller deutlich. Den Kern der Anlage bildet ein hocheffizientes Gas-Brennwertgerät Die Anlage mit Glasfront und Touchpanel verteilt die Wärme über die Fußbodenheizung und die Heizkörper im ganzen Haus. Auch die Warmwasserversorgung kann die Familie mit dem System sicherstellen und komfortabel steuern. 

Über die Schaltzentrale oder die vom Hersteller entwickelte App können Routinen erstellt werden, wie ein automatisches Anschalten der Heizung vor Feierabend oder ein Abschalten am Morgen. Aber auch bei kurzfristigen Planänderungen lässt sich die Heizung mit dem Smartphone von überall auf der Welt steuern. Ebenfalls praktisch: Die Heizung meldet sich automatisch beim Handwerker des Vertrauens, wenn es zu einer Störungs- oder Wartungsmeldung kommt – alles, was es dazu braucht, ist das Internet.

Doch die smarte Heizung kann noch mehr. So interagiert sie auch mit anderen Smart-Home-Geräten im Haus. Öffnet jemand beispielsweise in der Küche ein Fenster, schaltet sich die Heizung in diesem Raum automatisch ab und aktiviert den Frostschutz. Mit dem intelligent vernetzten Haus haben sich die Schmidts alle Wünsche für ein smartes Leben erfüllt und sparen damit jede Menge Zeit, Geld und Energie. Dennoch ist das Ehepaar ständig weiter auf der Suche nach neuen Innovationen für sein Smart Home. 
 

Voll im Trend

Damit sind die Schmidts nicht allein: Bereits 31 Prozent der Bundesbürger haben nach einer Umfrage des Branchenverbands bitkom mindestens eine Smart-Home-Anwendung in den eigenen vier Wänden. Besonders beliebt waren demnach Gadgets aus dem Energiebereich. So verfügten bereits 14 Prozent über eine smarte Heizung – Tendenz steigend. Kein Wunder, denn durch die optimale Abstimmung der Haustechnik auf das Leben der Nutzer werden Smart-Home-Anwendungen der Treiber für mehr Energieeffizienz und zum Game Changer im Wärmemarkt.

Das Potenzial der Technologien für die Energiewende im Gebäudesektor hat auch die Politik erkannt. So fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit den Forschungsvorhaben SENSE, SUITE und ForeSight mehrere Projekte, die für eine bessere Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Geräten und Herstellern sorgen soll. Und auch Bauherren und Modernisierer können beim Einbau von Smart-Home-Lösungen von verschiedenen KfW-Förderungen profitieren.
 

Weltraumtechnik für den Heizungskeller

Gleich doppelt profitiert man von der Förderung mit der Investition in eine innovativen Brennstoffzellenheizung. Während sie in den 60er Jahren noch bei Weltraummissionen zur Energiegewinnung genutzt wurde, erzeugt sie heute im Heizungskeller gleichzeitig emissionsarm Strom und Wärme. Dabei ist sie besonders effizient, was der Staat mit einer Förderung von bis zu 11.000 Euro belohnt. Sechs Heizgerätehersteller – Buderus, Viessmann, SenerTec, SOLIDpower, Remeha und Sunfire – bieten in Deutschland ein breites Portfolio an Modellen in verschiedenen Leistungsklassen an. Egal ob Einfamilienhaus oder Gewerbebetriebe, ob Neubau oder Bestand – die dezentralen Energieerzeuger passen in jeden Keller und entlasten Klima und Geldbeutel. 

So senkt die Brennstoffzellenheizung die Energiekosten im Vergleich zu einer konventionellen Gasheizung um fast 60 Prozent. Und auch der CO2-Ausstoß kann um knapp zwei Drittel reduziert werden. Durch die Integration der Brennstoffzellenheizung in ein Smart-Home-System lässt sich dieses Einsparpotenzial noch weiter ausbauen. Denn als intelligente Energiezentrale denkt die kompakte Kraft-Wärme-Kopplungsanlage mit und reagiert auf die Gewohnheiten der Hausbewohner.

So springt sie zu Spitzenlast-Zeiten an – etwa, wenn die ganze Familie morgens mit warmem Wasser duscht und Kaffeemaschine und Toaster pünktlich zum Frühstück Strom benötigen. Doch was ist, wenn zwar der Wärmebedarf kurzzeitig hoch ist, die Brennstoffzelle aber mehr Strom produziert als im Haus benötigt wird? Dann leisten Brennstoffzellen-Besitzer sogar einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Stromverteilnetze, denn sie können den selbst erzeugten Strom gegen Vergütung ins Netz einspeisen – so gelingt Energiewende vor Ort.

Dank Smart-Home-Steuerung in Kombination mit Brennstoffzellentechnik wird der Heizungskeller damit schon heute nicht nur zur Energie-, sondern auch zur Klimaschutzzentrale der Zukunft. 
 

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