Die Regierung hat sich ambitionierte Ziele gesetzt, um die Treibhausgasemissionen zu verringern: Minus 55 Prozent über alle Verbrauchssektoren, minus 40 Prozent im Verkehr gegenüber 1990. Bisher ist der Verkehrssektor noch weit davon entfernt einen Beitrag zu den Zielen zu leisten. Aktuell liegen die Emissionen auf dem Niveau von 1990. Bei den Nutzfahrzeugen im Fernlastverkehr sind die Emissionen sogar um knapp 50 Prozent gestiegen. Dementsprechend dringend ist der Handlungsbedarf in diesem, von einer wachsenden Verkehrsleistung gekennzeichneten Bereich, bereits kurzfristig wirkungsvolle Maßnahmen zu ergreifen. 

Saubere Logistik ist möglich

Der Einsatz der Erdgas-LKW verspricht viele Vorteile. Bei der Nutzung von fossilem Erdgas lassen sich CO2-Emissionen im Vergleich zu einem Diesel-Lkw um etwa 16 Prozent senken. Außerdem verursachen die Fahrzeuge 99 Prozent weniger Feinstaub, 70 Prozent weniger Stickoxide und deutlich weniger Lärm.

Seit Juni wird jeweils ein Erdgas-Lkw in den Regionalgesellschaften mit Sitz in Butzbach, Ebersberg, Aichtal und Langenfeld unterwegs sein. Aldi setzt die Lkws damit bewusst im Umland der Stickoxid-Hochburgen Frankfurt, im Großraum München, Stuttgart und Düsseldorf ein. „Mit dem Test folgen wir den Richtlinien unserer Klimaschutzpolitik, die vorsieht, dass wir CO2-Emmissionen im eigenen Betrieb konsequent einsparen“, erklärt Andreas Kremer, Leiter Logistikmanagement bei ALDI SÜD. 

Damit kommt ALDI SÜD als Lebensmitteleinzelhändler seiner Verantwortung für Mensch und Umwelt nach, wie es auch in den Corporate-Responsibility-Grundsätzen des Unternehmens definiert ist. Neben einer innovativen Fahrzeugtechnik trägt auch eine ausgefeilte Tourenplanung zur Reduktion der Abgase bei. Jeder Erdgas-LKW beliefert durchschnittlich etwa fünf bis acht Filialen am Tag. Sönke Weichenthal, Business Director bei IVECO: „Wir freuen uns, an der Seite von ALDI SÜD nun auch mit einem Partner aus dem Handel eine klimaschonende Technik zu erproben und damit einen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt zu leisten“.
 

Hohe Reichweiten mit CNG

Der kurzfristige Handlungsdruck aufgrund der derzeitigen Umweltherausforderungen ist mehr als gegeben. Iveco bietet ein breites Produktportfolio von LNG- und CNG-Fahrzeugen an. Für ALDI Süd transportiert der Stralis NP – von 270 bis 460 PS über drei Motorenbaureihen – Waren von den Lagerstätten zu den Filialen. Mit Reichweiten von bis zu 480 km (Doppel-CNG), ca. 750 km (LNG und CNG gemischt), sowie bis zu 1.600 km mit Doppel-LNG Ausstattung, passen die Zugmaschinen zu jedem Einsatzprofil. Neben den über alle Schadstoffkomponenten niedrigen Emissionen spricht im städtischen und stadtnahen Einsatz ganz besonders auch das um wenigstens 4 dB reduzierte Geräusch für den Stralis NP, denn, so die gängige Prognose, „Lärm ist der nächste Feinstaub“.

Vor allem die allgemein gute wirtschaftliche Entwicklung und die steigende Nachfrage im e-Commerce führen dazu, dass immer mehr emissionsreiche Lkws auf Deutschlands Straßen unterwegs sind. Doch das muss nicht so bleiben. Eine der vielversprechendsten Lösungen für den Warenverkehr auf der Straße sind Erdgas-Lastkraftwagen: Kraftstoffseitig sind Erdgas und erneuerbares Methan in Form von Liquefied Natural Gas (LNG) die einzigen verfügbaren und wettbewerbsfähigen Alternativen zum Diesel.
 

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