Herr Beckmann, welche Rolle spielen Gasheiztechnologien für die Wärmewende?

Gas ist zurecht bei Wärme weiter Wunschenergie Nummer eins: Bis zu 30 Prozent weniger Heizkosten und CO2-Ausstoß sind ein gewichtiges Argument. Und moderne Brennwerttechnik ist so einfach, schnell wie kostengünstig umzusetzen. Kombiniert man Erdgas jetzt noch mit Solarthermie, wird der Einsatz noch effizienter. Zudem wird immer mehr Biogas ins Netz eingespeist, Kraft-Wärme-Kopplung mit Wärmespeichern eingesetzt. Damit bleibt Gas ein wichtiger Baustein der Wärmewende – für den Energiewirtschaft wie Politik zusätzliche Anreize schaffen können.

Warum hat sich die EWR für eine Teilnahme an der Heizungsmodernisierungsaktion "Raustauschwochen" entschieden und welches (vorläufige) Fazit ziehen Sie?

Wir können eine durchweg positive Bilanz ziehen. Im Vergleich mit den beteiligten Energieversorgern aus Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland landete EWR im letzten Jahr auf Platz eins der Top-Raustauscher. Damit haben wir die Erfolgsgeschichte von e-rp und EWR – jetzt fusioniert – weitergeschrieben. Dass wir in Zusammenarbeit mit unseren Partnern aus dem Handwerk in den letzten beiden Jahren rund 1.000 veraltete Heizungen durch moderne Erdgasheizungen tauschen konnten, ist ein voller Erfolg – natürlich auch für die Umwelt. Auch deshalb haben wir die Aktion gerne fortgesetzt, im Interesse unserer Kunden. Für sie wie für uns ist der Grund für die Teilnahme an den Raustauschwochen, dass sie gleichzeitig ihre Heizkosten senken und dabei die Umwelt schonen.

Welche Bedeutung kommt dem Handwerk bei der Auflösung des Modernisierungsstaus im Heizungskeller zu?

Das Handwerk ist ein wichtiger Partner – für uns wie für die Heizungsbesitzer. Sie beraten vor Ort, haben den Draht zu uns wie zu den Herstellern. Deshalb war es für uns von Anfang an wichtig, sie in die Raustauschwochen einzubinden. Das Handwerk hat wie die Gerätehersteller einen wichtigen Anteil daran, dass allein 2019 mit rund 2.000 installierten Gasheizungen in Rheinland-Pfalz die meisten Modernisierungen umgesetzt wurden. Dadurch sind Einsparungen von über 6.000 Tonnen CO2 möglich.

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