Herr Dr. Andersen der Kraftstoff CNG gilt als umweltschonende Alternative zu Diesel. Welche Rolle spielt CNG innerhalb des VW-Konzerns?

Der Volkswagen-Konzern ist in der Antriebstechnik seit vielen Jahren breit aufgestellt, um als globales  Unternehmen den unterschiedlichsten Mobilitätsanforderungen in unterschiedlichsten Märkten gerecht werden zu können. Außerdem waren und sind wir technologisch getrieben. Da ist es nur konsequent, wenn wir dem am saubersten verbrennenden Kohlenwasserstoff unsere Aufmerksamkeit schenken und Antriebe mit Methan als Kraftstoff dort anbieten, wo er unseren Kunden einen Mehrwert bietet und wir unserer Verantwortung für die Umwelt noch besser gerecht werden können. Methan als Kraftstoff ist daher eine unserer Säulen zur Dekarbonisierung der Mobilität, zumal es sich durch regenerativ erzeugtes Methan variabel substituieren lässt.

Welche Neuheiten gibt es hinsichtlich CNG in Ihrem Unternehmen?

Erstmalig bieten wir nun auch in der sogenannten A0-Klasse, also in Modellen wie dem VW-Polo oder dem Seat Ibiza einen CNG-Antrieb an. Und da es sich um einen 1,0 l Dreizylinder Turbomotor handelt, macht das Fahren dieses Fahrzeugs wirklich Spaß. Und das bei geringsten Betriebskosten. Außerdem setzen wir aktuell unsere CNG-Mobility-Days fort. Wir touren gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern der Gasindustrie durch die Metropolregionen Deutschlands und informieren über die ökologischen und ökonomischen Vorteile der CNG-Mobilität. Solch eine markenübergreifende Konzerninitiative gab es bei uns bislang nicht, und sie kommt bei den Menschen gut an.
 

Was muss passieren damit CNG auf den Straßen ankommt?

Aufklärung, Aufklärung und nochmals Aufklärung. Wir, das heißt alle Stakeholder, ob Automobilhersteller, Gasproduzent, Tankstellenbetreiber oder Politiker, müssen den Menschen mit aller Kompetenz, die wir haben, erklären, dass wir die Energiewende durch „All Electric“ im Verkehrssektor nicht schaffen werden und dass es gemeinsamer, konzertierter Aktionen bedarf, um den saubersten und im Idealfall voll regenerativ erzeugtem Kohlenwasserstoff als zweite Säule neben der E-Mobilität zu etablieren.

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